Select Page

Strategien gegen Stress

An und für sich hat Stress für den Menschen ja etwas Gutes: Wenn du Stresssymptome entwickelst, passt sich dein Körper daran an, dass du gerade in einer Situation steckst, die dich belastet. Dein Körper mobilisiert gewissermaßen verschiedene Reserven, um möglichst schnell reagieren zu können. Bei Stress handelt es sich um ein Erbe der Urmenschen, für die eine schnelle Reaktion überlebenswichtig war. Sein böses Gesicht zeigt der Stress aber immer dann, wenn du förmlich unter Dauerstrom stehst. Denn wenn der Stress zu lange andauert, können verschiedene Krankheiten wie Bluthochdruck, Tinnitus, Verdauungsbeschwerden, Depressionen oder sogar ein Herzinfarkt die Folge sein.

Willst du negative Folgen wie diese vermeiden, solltest du rechtzeitig lernen, richtig mit Stress umzugehen und Strategien gegen den Stress zu entwickeln. Zum einen kannst du lernen, in stressigen Situationen gelassen zu bleiben. Zum anderen gibt es einige langfristige Strategien, durch die du verhindern kannst, dass der Stress überhaupt zu einem Problem für dich wird.

Wenn der Stress schon da ist

Du fühlst dich bereits gestresst, weil dir deine Aufgaben gerade über den Kopf wachsen? Dann solltest du dich nicht noch selbst weiter hineinsteigern und in hektischen Aktionismus ausbrechen. Besser ist es, zwischendurch eine kleine Pause zu machen – selbst wenn du das Gefühl hast, eigentlich überhaupt keine Zeit zu haben. Wenn dich eine Pause nicht zur Ruhe bringt, reagier dich anderweitig ab, etwa indem du laut schreist. Anschließend solltest du dir die Zeit nehmen, und einen Plan über die anstehenden Aufgaben erstellen – in dem auch die Aufgaben enthalten sind, die ungeplant noch zusätzlich auf deinem Tisch gelandet sind. Hinterher empfindest du die Situation wahrscheinlich gar nicht mehr als so stressig.

Sei nicht zu stolz, alle Aufgaben selbst und allein erledigen zu wollen. Wenn ein Kollege dir dabei helfen kann, kannst du diesen durchaus um Hilfe bitten – was natürlich auf Gegenseitigkeit beruhen sollte. Genauso hilfreich kann es sein, wenn du mit anderen darüber sprichst. Vielleicht kann dir der eine oder andere Mensch aus deinem (beruflichen) Umfeld Tipps aus seiner eigenen Erfahrung geben.

Langfristige Strategien gegen Stressbelastung

Ob du überhaupt in Stress gerätst, läuft im Grunde immer nach dem gleichen Muster ab: Ein Stressauslöser tritt in dein Leben, du nimmst die Situation wahr und reagierst mit einer Stressreaktion. Du kannst bei jedem dieser Punkte ansetzen, um den Stress zu bewältigen. Wichtig ist dabei vor allem deine eigene Wahrnehmung. Diese entscheidet nämlich darüber, ob du einen Stressauslöser überhaupt als Stressauslöser bewertest und entsprechend darauf reagierst. Du kannst dir aber selbst helfen, künftig nicht wieder in eine derartige Stresssituation zu geraten, indem du deine individuellen Stressauslöser analysierst und dir dabei zugleich überlegst, was dir dabei hilft, die Situation als weniger stressig zu empfinden.

Etwas schwieriger ist es, wenn du selbst nichts am Stressauslöser ändern oder ihn nicht ganz abstellen kannst. In diesem Fall solltest du deine eigene Haltung überdenken und gegebenenfalls ändern. Hier musst du dir im ersten Schritt darüber klar werden, dass es im Grunde deine eigenen Gedanken sind, die den Stress verursachen. Erst dann kannst du anfangen, umzudenken und über kurz oder lang auch anders damit umgehen. Denn allzu oft stecken hinter dem Stress, den du dir selber machst, negative Gedanken oder grundloser Perfektionismus. Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du zunächst damit anfangen, mit positiveren Gedanken an eine stressige Situation heranzugehen.

Erst wenn du dir diesen Bewusstseinswandel immer wieder vor Augen führst, kannst du danach handeln und schließlich auch dein Verhalten entsprechend ändern. Hierbei handelt es sich jedoch um einen längerfristigen Prozess. Doch je öfter du es machst, umso mehr wirst du merken, wie dein subjektiver Stresslevel mehr und mehr sinkt.

Wie werde ich ausgeglichener?

Manche Menschen merken die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die sie durch Stress erfahren, zunächst nicht einmal. Während man in der Arbeit noch wie gewohnt funktionieren kann, sieht dies in der Freizeit, wenn die Anspannung erst einmal nachlässt, bereits anders aus. Vielleicht fühlst du dich nach Feierabend sehr häufig extrem müde, abgeschlagen und hast keine Lust mehr, noch irgendetwas mit deiner Familie oder Freunden zu unternehmen. In diesem Fall ist vielleicht der Stresspegel in deiner Arbeit für dich zu hoch.

Stress kannst du jedoch vorbeugen. Eine solche Prävention kannst du unter anderem erreichen durch:

  • Unternimm etwas für dein Selbstvertrauen und treibe eine Sportart, die dir Freude macht.
  • Ausreichend Bewegung ist generell sehr gut, um Stress vorzubeugen.
  • Achte darauf, dein inneres Gleichgewicht zu finden.
  • Gönne dir ausreichend Entspannung und nutze hierfür verschiedene Entspannungstechniken.
  • Sorge in deiner Freizeit für „Zufriedenheitserlebnisse“, die dich glücklich machen.

Warum sind Sport und Entspannung so gute Mittel gegen Stress?

Weil durch Stress Energie in deinem Körper freigesetzt wird, solltest du Sport treiben, um diese Energie abzubauen. Hierfür empfehlen sich Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen. Mannschaftssportarten sind dagegen eher kontraproduktiv, weil diese in der Regel einen Wettbewerbscharakter haben, der zusätzlichen Stress bedeutet. Ebenso hilfreich zum Bewältigen von Stresssituationen sind Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung. So kannst du diese etwa vor dem Zubettgehen durchführen und ausgeglichen und mit freiem Kopf einschlafen.