Select Page

Wie Sprache deinem Leben eine Form gibt

Jeder Mensch hat seinen eigenen, einzigartigen Wortschatz – Es gibt zahlreiche Therapeuten, welche durch Tests identifizieren, wo dein Problem liegt. Wenige anhand Deiner Sprache, oder deinen Augen – dies ist etwas, was dein Leben maßgeblich beeinflusst. Einen kleinen Einblick in die Welt der Sprache, werden wir dir heute vorstellen:

Aber

„Mir geht es gut, aber…“

„Ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber…“

„Ich weiß, aber…“

„Aber“ entspringt dem Gefühl, dass Dir etwas fehlt, es ist ein Signal Deines Unterbewusstseins. Das Fehlende lieferst Du nicht mit dem „aber“ nach, sondern es fehlt vielmehr die bewusste Wahrnehmung dessen, was vor dem „aber“ steht. Auf das obige Beispiel bezogen, fehlt dir bei dem Satz: „Mir geht es gut, aber…“, eben genau „das Gute“.

Wie wirkt der folgende Satz auf dich?

„Ich möchte das (Urlaub auf Hawaii, Campen gehen) schon lange machen, aber auf meinem Schreibtisch stapeln sich die Akten, und Zuhause komme ich auch nicht hinter her, außerdem wird die Arbeit schließlich nicht weniger, solange ich weg bin.“

Welchem Teil des Satzes schenkst Du mehr Aufmerksamkeit? Fast jeder legt den Fokus auf den zweiten Satzteil nach dem „Aber“. Die wenigstens denken daran, dass diese Person schon lange etwas ändern möchte und unglücklich ist, weil Sie dies nicht tut.

Ergeht es Dir in manchen Lebensbereichen genauso? Mache den Test, indem Du nach einem Gespräch, Deine „Aber“ Sätze analysierst. Wenn Du das eine Weile übst, wird es dir immer leichter fallen, Deine Bedürfnisse zu stillen und dadurch ein deutlich Glücklicheres Leben führen!

Ärger

Gehen wir weiter zum nächsten Phänomen der Sprache. „Das ärgert mich“, „Gleich raste ich aus“ oder „AARRRRGHH!!!“. Was bringt Dich innerlich zum Kochen? Vor allem: Warum – also was ist die Ursache?

Viele kennen das Problem: Eine Kleinigkeit verdirbt dir den ganzen Tag, oder die ganze Woche.

Der Sprichwörtliche „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“ symbolisiert Ärger ganz treffend. Der Satz „Ich ärgere mich über …“ erklärt, was hinter dem Ärger steckt – WIR ärgern UNS SELBST.

Ein Tadel vom Chef, oder der Ärger über den Nachbarn mit der lauten Musik, entzünden unser emotionales Sprengstofflager. Davor hast Du dein Lager fleißig gefüllt.

Ärger ist kein natürliches, instinktives Gefühl – Es entsteht im Verstand. Emotionen wie Freude, Trauer, Unbehagen, Aggressivität sind die äußerste Schicht deiner Gefühlszwiebel. Weiter innen sitzen Gefühle wie: „sich unverstanden fühlen“, oder „allein sein.“

Jedes Gefühl hat einen Auslöser und eine Reaktion zufolge. Wenn Du diese Reaktion nicht zulässt oder vergisst sie auszuleben, ist es als ob du ein Stück Sahnetorte in die warme Speisekammer stellst. Nach einiger Zeit wird sie ungenießbar und stinkt.

Deine nicht ausgelebten Gefühle verändern sich über die Zeit hinweg zu Frust und Ärger. Das ist für das Unterbewusstsein Stress, da es eine andere Aktion des Körpers erwartet.

Drei Schritte aus dem Ärger heraus

Schritt 1:

Ärgere dich, rege dich auf und raste aus –halte nach ein paar Minuten inne und mache dir Bewusst, dass du dich gar nicht über das Ziel deines Ärger aufregst, sondern es das Fass überlaufen ließ.

Du ärgerst dich über deinen aufgestauten Ärger.

Schritt 2:

Vermeide es, deinem Umfeld mitzuteilen, worüber du dich ärgerst. Gehe davon aus, dass der Ärger den du empfindest, eine negative Interpretation der Situation ist. Suche nach der Quelle deines Ärgers – sie ist nicht selten, tief in der Vergangenheit verwurzelt.

Sobald Du dir bewusst bist, dass du Deinen Körper und Deinen Geist misshandelst und anderen dafür die Schuld gibst, sie anschreist und damit ihnen mentalen Schaden zufügst. Ab da an, übernimmst Du „echte“ Verantwortung über Dein Leben, es wird Dir schwerer fallen Dich über andere zu Ärgern.

Schritt 3:

Finde Deine Ursache – höre auf das zu tun, was deinen Ärger verursacht. Du spürst die Veränderung, wenn du anfängst „cool zu bleiben“ egal was passiert. Mit einem kühlen Kopf findest Du leichter eine Lösung.

Das bedeutet nicht, dass du dich niemals wieder ärgern darfst. Ab und zu macht es Spaß sich zu ärgern und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, denn in der heutigen Gesellschaft kannst Du nicht alle Gefühle immer so ausleben wie dein Unterbewusstsein es verlangt.

Wenn du es für nötig erachtest, versuche das nächste Mal statt jemand anderes anzuschreien, lieber einen Berg aus Kissen auf deinem Bett zu Brei zu schlagen. Nimm davor alle Ringe und Armbänder ab, für den Fall, dass die Auseinandersetzung mit den Kissen heftiger wird.

Wichtig ist eines: Wenn ECHTE Gefühle hochkommen, verdränge Sie kein zweites Mal, sondern lasse sie zu. Auch wenn das bedeutet, dass du heulend auf deinem Bett sitzt.

Fazit

Versuche diese beiden Unarten abzustellen, sofern Du mehr Glück in Deinem Leben erlangen und Schmerz vermeiden möchtest. Jeder Mensch ist des Glückes eigenen Schmiedes, doch braucht es nicht immer grobe Hammer und Meißel zur Bearbeitung dessen. Einfache Veränderungen, wie die oben genannten, reichen oft aus, um große Veränderungen herbeizuführen!