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Pomodoro – Damit ist nicht die ähnlich klingende Tomatensauce „Pomodore“ italienischen Ursprungs gemeint, sondern eine clevere Methode, mit der Du mehr aus Deiner täglichen Zeit herausholen kannst.

Eine Info vorab: Die Pomodoro-Technik ist dermaßen simpel, dass sie beinahe schon wieder banal erscheint. Dies ist sie aber nicht, denn wenn Du sie richtig anwendest, wirst Du ohne Unterbrechungen konzentriert arbeiten können, ohne Deinen Fokus zu verlieren. Dies ist sicherlich eine Fähigkeit, die dem modernen Menschen in unserer schnelllebigen Zeit beinahe abhandengekommen ist – zahlreicher medialer Ablenkungen sei Dank.

Was kannst Du bei der Pomodoro-Technik erwarten?

Mit der Pomodoro-Technik wirst Du ein besseres Zeitgefühl bekommen, ohne Tunnelblick oder Überarbeitung. Das Geheimnis an dieser Technik sind die kleinen Pausen zwischendurch. Ohne diese wäre die Pomodoro-Technik nichts anderes als kräftezehrende Akkordarbeit.

Die sechs Schritte der Pomodoro-Technik in der schnellen Übersicht (für Lesefaule und Wenigleser):

Schritt
Aktion
1EINE Aufgabe wählen, die Du erledigen willst.
2Notiere Dir in KURZEN Stichpunkten, was Du dafür tun musst.
3Stell Dir einen Wecker/Alarm auf 25 Minuten und leg los.
4Wenn der Alarm/Wecker klingelt, hake ab, was Du alles geschafft hast.
5Gönn Dir eine Pause von FÜNF Minuten (ein „Pomodori“)
6Wiederhole die Schritte 1 bis 5. Nach vier Pomodori mach eine 30-minütige Pause.

Welchen Nutzen bringt Dir die Pomodoro-Technik?

Die Pomodoro-Technik verfolgt das Ziel, übliche Zeitfresser gezielt auszuschalten und Deine Arbeit in eine bestimmte Anzahl an Intervallen einzuteilen. Die jeweiligen Arbeitseinheiten sind bei der klassischen Pomodoro-Technik mit 25 Minuten erfreulich kurz. Sollte dieser Zeitabschnitt trotzdem zu lang für Dich sein, kannst Du die Pomodoro-Technik auch etwas individualisieren und die Zeitintervalle auf 15 oder zehn Minuten festlegen. Unverzichtbar ist es hierbei jedoch, konsequent die Pauseneinheiten einzuhalten.

Wie kam es zur Entstehung der Pomodoro-Technik?

Die Ursprünge dieser Technik gehen zurück bis in die 1980er Jahre. Den Namen verdankt die Methode ihrem italienischen Erfinder, dem Unternehmer Francesco Cirillo. Dieser nahm sich eine Küchenuhr in Form einer Tomate, einer Pomodore, zu Hilfe, um seine Arbeitsabläufe zeitlich optimal zu strukturieren. Für ihn stand fest, dass Pausen elementar wichtig sind, um wirklich produktiv arbeiten zu können.

Wieso kommt es zu einer Steigerung Deiner Produktivität mit der Pomodoro-Technik?

Die Pomodoro-Technik wird Dir wirklich dabei helfen, effektiv und produktiv zu arbeiten. Doch warum eigentlich? Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe:

  • Du weißt, dass Deine Arbeitsintervalle bei der Pomodoro-Technik jeweils nur 25 Minuten dauern. Daher wirst Du Dich bemühen, innerhalb dieser Zeitspanne möglichst viel zu erledigen. Um dies zu erreichen, musst Du entsprechend produktiv und fokussiert vorgehen.
  • Regelmäßige Pausen sind für ein konzentriertes Arbeiten unverzichtbar. Diese Pausen sind ein zusätzlicher Motor – und Motivator – für Deine Produktivität, so paradox sich dies zunächst auch erst mal anhören mag. Die festen Pausen zwischendurch machen Deinen Arbeitsalltag produktiver, als wenn Du mehrere Stunden am Stück durcharbeiten würdest.
  • Mithilfe der Pomodoro-Technik minimierst Du gewissermaßen automatisch Ablenkungen und Zeitfresser. In einem Arbeitsintervall von lediglich 25 Minuten hast Du eben nur wenig Zeit, um Dich lange unterbrechen zu lassen, unwichtige Telefonate zu führen oder im Internet zu surfen.

Und wie gehst Du am besten mit Unterbrechungen und Störungen um?

Die einzige Unterbrechung, die bei der Pomodoro-Technik grundsätzlich erlaubt ist, sind Deine Pauseneinheiten. Aber natürlich befindest Du Dich nicht unter einer Käseglocke, wenn Du Deinem Arbeitsalltag nachgehst. Aus diesem Grund gibt es bei der Pomodoro-Technik folgende Empfehlungen, wie Du am besten mit Unterbrechungen und Störungen umgehen solltest.

  • Bei kurzen Unterbrechungen wird der Timer nicht gestoppt.
  • Bei großen Unterbrechungen ist es hingegen zu empfehlen, den Timer anzuhalten. In diesem Fall musst Du Dir jedoch bewusst sein, dass sich Deine Arbeitseinheiten dann um die entsprechende Zwangspause verlängern. Unter Umständen kann es daher sinnvoll sein, nach der Unterbrechung eine zusätzliche Pause einzuplanen, ehe Du den Timer erneut startest und Deine unterbrochene Arbeit wieder aufnimmst. Dies ist natürlich auch von der Form der jeweiligen Unterbrechung abhängig

Solltest Du die Pomodoro-Technik im Büroalltag ausprobieren wollen, klärst Du dies am besten zuvor mit einem Vorgesetzten ab. Vielleicht stimmt er zu, wenn Du gleich Deine erste Pomodore-Session am Morgen für produktives Arbeiten nutzen möchtest. In diesem Zeitraum darfst Du dann vielleicht Dein Mobiltelefon ausschalten, das Bürotelefon umleiten und musst nicht auf andere Störungen, wie beispielsweise E-Mails, reagieren.

Fazit

Die Pomodoro-Technik hat es sicherlich verdient, einmal von Dir ausprobiert zu werden. Diese Technik ist vor allem dann empfehlenswert, wenn Du Deine Produktivität in der Arbeit gerne steigern möchtest, ohne hierbei dicke Fachliteratur zum Thema Zeitmanagement wälzen zu müssen. Die Pomodoro-Technik ist so simpel, dass Du sie innerhalb weniger Minuten verstanden haben wirst und spielend leicht umsetzen kannst.