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Darm stärken, durch Bewegung

Du meinst, Sport hilft dir nur dabei, fit zu bleiben und deine Muskeln zu trainieren? Weit gefehlt, denn sportliche Betätigung wirkt sich auch positiv auf deinen Magen und Darm aus. Der Grund: Wenn du dich bewegst, regst du zum einen die Verdauung an. Zum anderen kann sich der Darm leichter im Körper ordnen und den Stuhl schneller ausscheiden. Und das Beste: Du musst nicht einmal ein intensives Sportprogramm absolvieren, um deinen Darm richtig in Schwung zu bringen. Es reicht nämlich völlig aus, wenn du täglich einen Spaziergang unternimmst. Damit tust du nicht nur deinem Magen und Darm einen Gefallen, sondern kannst sogar effektiv das Risiko senken, an Krankheiten wie grünem Star oder Alzheimer zu erkranken und zugleich Stress abbauen. Und nicht zuletzt nimmst du auf sanfte Weise ab.

Bewegung: Die beste Prophylaxe gegen Darmkrebs

Welche wichtige Rolle der Darm für dein persönliches Wohlbefinden spielt, merkst du meist erst dann, wenn er dir Probleme wie Blähungen, Darmträgheit oder Völlegefühl bereitet. Diese Symptome sind meist harmlos, zudem lässt die Darmaktivität mit zunehmendem Alter nach. Auch Medikamente, eine Ernährungsumstellung oder ein Klimawechsel auf Reisen können die Tätigkeit des Darms beeinträchtigen.

Es empfiehlt sich aber dennoch, deinen Darm regelmäßig untersuchen zu lassen. Denn ernsthafte Erkrankungen wie Darmkrebs entstehen in der Regel aus gutartigen Vorstufen. Laut WCRF-Report trägt tägliche Bewegung maßgeblich zum Schutz vor Darmkrebs bei. Du solltest – laut den Empfehlungen – täglich mindestens eine Stunde lang körperlich aktiv sein. Damit trägst du wesentlich dazu bei, deinen Darm gesund zu halten. Denn die Bewegung sorgt dafür, dass sich die Aktivität im Magen-Darm-Trakt steigert und die Durchblutung in den Verdauungsorganen angekurbelt wird. Darüber hinaus hältst du dich durch die Bewegung schlank. Das wiederum hält das Risiko, an Krebs zu erkranken, niedrig.

Warum der moderne Lebensstil nicht gut für deinen Darm ist

Anders als unsere Vorfahren hast du als moderner Mensch in der Regel viel zu wenig Bewegung. Denn zahlreiche Menschen üben einen Beruf aus, in dem sie überwiegend sitzen, und auch einen Großteil der Freizeit verbringen sie sitzend. Hinzu kommt, dass moderne Transportmittel wie Autos, Busse oder Züge jegliche Anstrengung für die Fortbewegung überflüssig machen – und kaum jemand macht sich die Mühe, Treppen zu steigen, wenn nebenan ein bequemer Fahrstuhl zur Verfügung steht.

Das wiederum hat zur Folge, dass die Muskulatur nicht im Mindesten trainiert wird. Weil dem Darm dadurch die muskuläre Führung fehlt, wird er im Lauf der Zeit schlaff. Die Folge ist nicht selten Verstopfung. Falls du unter diesem Problem leidest, solltest du sportliche Betätigung in deinen Tagesablauf integrieren. Denn Sport aktiviert den Stoffwechsel und regt darüber hinaus zugleich auch die Darmtätigkeit an. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass du dich regelmäßig bewegst.

Welche Übungen fördern die Darmtätigkeit?

Wenn du Gymnastikübungen absolvierst, sorgst du nicht nur dafür, dass dein Körper beweglicher wird. Wenn du die Übungen in Kombination mit einer intensiven Atmung durchführst, wirken diese wie eine sanfte Darmmassage. Besonders intensiv wirken sich übrigens Übungen, bei denen du deine Bauchmuskulatur trainierst, auf den Darm aus. Der Grund: Durch diese Übungen entsteht ein Druck im Bauchbereich. Zugleich regst du deine Atmung an, was wiederum die Tätigkeit der Bauchmuskeln aktiviert. Durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung entkrampft sich der Darm und vor allem Blähungen verschwinden dadurch.

  • Um die Muskulatur richtig in Schwung zu bringen, brauchst du nicht unbedingt Sportgeräte wie ein Fahrrad; Radfahren kannst du nämlich auch als „Trockenübung“ in deinem Wohnzimmer. Du legst dich dafür einfach flach ausgestreckt auf den Rücken, hebst die Beine und strampelst heftig, als würdest du auf einem Rad sitzen. Für den Anfang reicht es durchaus aus, 35-mal zu strampeln, wobei du die Intensität natürlich im Lauf der Zeit steigern solltest.
  • Um deinen Beckenboden zu trainieren, legst du dich ebenfalls auf den Rücken und streckst anschließend die Beine im rechten Winkel hoch. Nun scherst du die Beine auseinander und wieder zusammen. Diese Übung wiederholst du anfangs zehnmal und steigerst dich auch hier im Lauf der Zeit.
  • Eine weitere Übung zum Training der Bauchmuskulatur ist die Kerze im Stehen. Dafür stellst du dich gerade hin, wobei du die Arme nach oben streckst. Jetzt atmest du tief ein und neigst anschließend den Oberkörper langsam nach vorne, wobei du in den Knien nachgibst. Sobald du mit den Händen den Boden erreicht hast, atmest du aus und bleibst kurz in Position. Anschließend richtest du dich langsam wieder auf.

Stress: Pures Gift für Magen und Darm

Nicht wenige Menschen leiden unter stressbedingten Störungen des Magen-Darm-Traktes. Wenn du Stress abbaust, verschaffst du dir damit zugleich eine Verdauungshilfe. Und das geht sogar wesentlich einfacher als du denkst. So solltest du morgens ausreichend Zeit für das Frühstück und den anschließenden Gang zur Toilette einplanen und insbesondere an stressigen Tagen Stimulanzien wie Nikotin oder Kaffee nur äußerst sparsam zu dir nehmen. Und auch die Mahlzeiten solltest du in Ruhe genießen, ohne während des Essens nebenbei etwas zu machen. Und zu guter Letzt solltest du dir angewöhnen, Entspannungsübungen wie beispielsweise Progressive Muskelentspannung zu praktizieren.